Rosmarinöl

Rosmarinus officinalis 

Rosmarinöl

Rosmarinöl besitzt eine große Wirkung für die Gesundheit und gegen viele Krankheiten – ob als ätherisches Öl, Speiseöl, oder als Aufguss, Tee oder Gewürz.

Rosmarinöl für die Gesundheit und gegen viele Krankheiten

Beim Stichwort Rosmarinöl denken die meisten sicher an mediterrane Köstlichkeiten und werden sich sogleich auf Rezeptsuche begeben. Doch Rosmarin hat viel mehr zu bieten. Nicht nur, dass er eingelegt in ein gutes Trägeröl zum Braten und Verfeinern von Gerichten verwendet werden kann, auch in gesundheitlicher Hinsicht ist es eines der wichtigsten Öle. Wer regelmäßig in den Genuss von Rosmarinöl kommt, wird dessen vorbeugende und stärkende Wirkung auf Körper und Geist bemerken.

Die Hauptanwendungs- und Wirkungsgebiete des Rosmarins

Hautprobleme (Abzesse, Akne, fettige Haut, Wundheilung, Cellulite)

Haare und Kopfhaut (Haarpflege, Haarausfall, Haarpflege, juckende oder trockene Kopfhaut, Schuppen)

Muskulatur, Gelenke und Sehnen (Hexenschuss, Muskelfaserrisse, Muskelkater, Muskelkontrakturen, Muskelkrämpfe, Muskelverspannungen, Myalgien, Prellungen, rheumatische Beschwerden, Sehnenentzündungen, Spastiken

Leber und Galle (Leberschwäche, Leberentzündung, Gallenschwäche)

Verdauungssystem (Magenreizung, Verdauungsstörungen)

Herz und Kreislauf (Durchblutungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Hypotonie)

Menstruationsstörungen (Amenorrhoe, Oligomenorrhoe)

Infektionen (Bronchitis, Erkältungskrankheiten, Harnwegsinfekte, Hefepilzinfektionen, Otitis, Sinusitis, Stärkung der Immunabwehr)

Schmerzen (Migränekopfschmerz, Ischiasschmerz, Lendenwirbelschmerz, Antriebslosigkeit, geistige Erschöpfung

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen

Nervöse Beschwerden (nervöse Depression, nervöse Müdigkeit)

Neben der auch selbst herzustellbaren Form des Rosmarinöls als Speiseöl kann zur Förderung der Gesundheit das durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Rosmarinöl zum Einsatz kommen. Im ätherischen Rosmarinöl finden sich die in der Rosmarinpflanze enthaltenen wertvollen Inhaltsstoffe in stark konzentrierter Form. Aus diesem Grund ist zwar von der inneren Anwendung dieser Form des Rosmarinöls abzuraten, doch durch eine gezielte äußere Anwendung oder Inhalation des ätherischen Öls kann man hier auch in akuten Fällen eine Besserung erzielen.

Ätherisches Rosmarinöl besitzt die besten Eigenschaften aller ätherischen Öle bei einer ganzen Reihe von gesundheitlichen Themen, darunter insbesondere die Leber, Haut und Haare, Muskulatur, niedriger Blutdruck, Durchblutungsstörungen, ausbleibende Menstruation, Verdauung, Magen und das Gedächtnis und Gehirn betreffend.

Nur Wenige wissen dabei, dass der Rosmarin je nach Herkunftsregion und Qualität über ein deutlich anderes Profil an Geschmacks- Inhaltsstoffen verfügt und entsprechend sowohl in der Küche als auch für die Gesundheit unterschiedlich eingesetzt werden sollte. Im Grunde können dabei die vier großen Regionen und Rosmarintypen aus Frankreich, Spanien, Nordafrika und Zentraleuropa unterschieden werden.

Auf dieser Webseite haben wir alle wichtigen Informationen und Hintergründe zu Wirkung, Anwendung und Darreichungsformen der verschiedenen Typen Rosmarinöls als ätherisches Rosmarinöl und Rosmarinöl in der Küche,Rosmaringewürz und Rosmarintee zusammengestellt und mit vielen hilfreichen Tipps, Rezepten und einem Kaufguide versehen.

Ätherisches Rosmarinöl

Der lateinische Name der Rosmarinpflanze – ros marinus – bedeutet Tau des Meeres (gelegentlich wird er auch mit „Rose des Meeres“ übersetzt). Im antiken Rom war der Glaube verbreitet, dass der Tau, der sich Nachts auf der Pflanze absetzt, ihren würzigen Duft hervorruft. Tatsächlich verdankt der Rosmarin sein würziges Aroma dem hohen Gehalt an ätherischem Öl. Durch Wasserdampfdestillation der in Blüte stehenden Zweigspitzen wird dieses wertvolle ätherische Rosmarinöl gewonnen. Naturheilkundler und Aromatherapeuten haben die gesundheitsfördernde Wirkung des Rosmarins schon lange für sich entdeckt. Nachdem die Erfahrungsberichte der Heilkundler in der jüngeren Vergangenheit zum Teil durch kontrollierte Studien untermauert  wurden, wird die Verwendung von Rosmarin und seinem ätherisches Öl heilkundlich immer interessanter.

Rosmarin wächst in großen Wildbeständen in einem 50 Kilometer-Gürtel rund um das Mittelmeer. Hierbei bildet die Pflanze je nach genauem Standort, Subklima und Umgebung verschiedene Chemotypen (ct.) aus, d.h. es kann zu großen Unterschieden in der chemischen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe der Pflanzen kommen, was sich im Duft im Geschmack und auch in der gesundheitsfördernden Wirkung bemerkbar macht. Dies hat bei einem Speiseöl bereits Auswirkungen. Besnders wichtig ist es beim ätherischen Rosmarinöl den Chemotyp bzw. den Herkunftsort zu beachten, um die gewünschte Wirkung auch tatsächlich erzielen zu können.

Die Chemotypen des Rosmarins

Die chemische Zusammensetzung einer Pflanze ist keine feste Größe. Abhängig von der Sonneneinstrahlung, der Bodenbeschaffenheit, dem Klima und der Erntezeit können die Inhaltsstoffe ein und derselben Pflanzenart so stark variieren, dass man von unterschiedlichen Chemotypen spricht. Dies ist besonders bei Lippenblütlern wie dem Rosmarin häufig der Fall. Beim Rosmarin unterscheidet man für gewöhnlich die drei Haupttypen Rosmarin Borneon, Rosmarin Cineol und Rosmarin Verbenon, die im Geschmack und in ihrer Wirkung sowie ihren Nebenwirkungen verschieden sind. Der Borneon-Typ stammt für gewöhnlich aus Spanien, der Typ Cineol ist hauptsächlich in Nordafrika beheimatet und der Verbenon-Typ ist vor allem in Frankreich zu Hause. Zudem gibt es auch wilden Rosmarin in Zentraleuropa, z. B. bildet sich im verhältnismäßig milden Klima der bulgarischen Küste ein dem französische Rosmarin ähnlicher Typ aus.

Herkunft und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe des Rosmarins zu kennen ist besonders für die Anwendung von Rosmarin als naturheilkundliches und aromatherapeutisches Mittel in der Form von von Bedeutung. So wirkt spanischer Rosmarin besonders gut auf Muskulatur, Sehnen und Gelenke, nordafrikanischer Rosmarin ist stark bei Haarausfall und Problemen mit Konzentration und Gedächtnis und der französische Rosmarin wirkt vor allem auf Leber und Galle, den Verdauungstrakt und bei Migräne.

Bei einem hochwertigen ätherischen Rosmarinöl sollten Herkunftsort oder Chemotyp auf dem Produkt vermerkt sein. Bei Speiseölen wird man einen Vermerk des Chemotyps selten vorfinden. Doch auch hier kann der Chemotyp Auswirkungen auf Geschmack, Geruch und nicht zuletzt die gesundheitliche Wirkung haben. Auch hier ist es somit von grßem Nutzen, auf den Herkunftsort zu achten.

Hauptanwendungsgebiete der Chemotypen des Rosmarins

Rosmarin Borneon

Spanischer Rosmarin

Rosmarin Cineol

Nordafrikanischer Rosmarin

Rosmarin Verbenon

Französischer Rosmarin

spanischer-rosmarin-©-Marnel-Tomic-Fotolia.comnordafrikanischer-rosmarin-©-Marnel-Tomic-Fotolia.comfranzoesischer-rosmarin © Kanusommer - Fotolia.com
  • Haarausfall
  • juckende Kopfhaut
  • Muskelkater
  • Muskelverspannungen
  • Muskelkrämpfe
  • Spastiken
  • Schmerzen
  • Verletzungen
  • Menstruationsstörungen
  • Abzesse
  • Akne
  • fettige Haut
  • Cellulite
  • Stärkung des Immunsystems
  • Hypotonie
  • Stärkung des Immunsystems
  • Atemwegerkrankungen
  • Erkältungskrankheiten
  • Gedächtnis und Konzentration
  • Schmerzlinderung
  • Wundheilung
  • Pilzerkrankungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Haarpflege (fettendes Haar)
  • nervöse Beschwerden
  • geistige Erschöpfung
  • Antriebslosigkeit
  • seelische Ängste
  • Bronchitis
  • Migräne
  • Leberbelastung
  • Leberschwäche
  • Gallenblasenkolik
  • Bauchkrämpfe
  • leberbedingte Müdigkeit

 

Alle wichtigen Informationen zur gesundheitlichen Wirkung der einzelnen Chemotypen des Rosmarins finden sich im Artikel Chemotypen.

Rosmarinspeiseöl

Ein Rosmarinöl in der Küche birgt viele Vorteile.  Es schmeckt nicht nur hervorragend und verfeinert mit seiner herb-frischen Note unterschiedlichste Speisen, es wirkt sich besonders regelmäßig angewandt auch positiv auf die Gesundheit aus.

Man kann Rosmarinkräuteröl auch selber herstellen. Hierbei gilt es eineis zu beachten, um die beste geschmackliche und gesundheitliche Wirkung zu erzielen.

Ob selsbt hergestellt der in guter Qualität gekauft, ein solches Speiseöl ist nicht nur lecker, sondern besonders regelmäßig angewendet auch gesundheitsfördernd. Besonders unser Verdauungssystem kann von der regelmäßigen Anwendung eines qualitativ hochwertigen Rosmarinöls profitieren. Und da hier ja bekanntlich ein Großteil unseres Immunsystems sitzt, kann man aus einer gesunden Kost rundum gesundheitliche Vorteile ziehen.

Alles über das Rosmarinwürzöl, Tipps zum selber herstellen, Aufbewahren und zur Anwendung ist in den Artikeln Rosmarinöl in der Küche, Selber herstellen und Rezepte beschrieben.

Rosmarin & Gesundheitliche Wirkung

Rosmarin wurde nicht umsonst in den letzten Jahren gleich zwei Mal zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Das aus dem Mittelmeerraum stammende Kraut gehört zu den ältesten, bekanntesten und vor allem vielseitigsten Heilpflanzen mit unterschiedlichster Wirkung. Er spielt eine große Rolle bei Leber- und Gallenschwäche, zur Stimulation von Herz und Kreislauf, bei Haarausfall und nervös bedingten Beschwerden oder Problemen mit der Muskulatur. Dies liegt vor allem an seiner durchblutungsfördernden Wirkung. Rosmarin wirkt nicht nur auf den Körper anregend, sondern auch auf Geist und Seele. Er ist für seine Gedächtnis und Konzentration fördernde Wirkung bekannt und hilft gegen Antriebslosigkeit und Schwäche. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Wirkungsgebiete zusammengefasst. Weiterführende und detaillierte Informationen zu den vielfältigen Wirkungen des Rosmarins und eine ausführliche Wirkungstabelle sind unter Wirkung zu finden.

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Rosmarinöl für Haare und Kopfhaut

Rosmarin ist schon lange als Mittel zur Haarpflege bekannt. Rosmarin hilft hierbei nicht nur gegen Schuppen sondern regt durch seine durchblutungsfördernde Wirkung auch das Haarwachstum an und kann somit bei Haarausfall und auch gegen dünner werdende Augenbrauen eingesetzt werden. Auch wer nicht unter Schuppen oder Haarausfall leidet ist mit ein paar Tropfen ätherischen Rosmarinöls im Shampoo gut beraten. Haarproblemen kann so auf sanfte Art vorgebeugt werden und nebenbei hat das Rosmarinöl  mit seinem angenehmen Duft eine herrlich entspannende Wirkung. Nicht nur das ätherische Rosmarinöl kann zur Haarpflege verwendet werden. Auch Aufgüsse aus Rosmarinnadeln oder ein stark konzentriertes Rosmarinspeiseöl können auf besonders milde Art eine positive Wirkung erzielen.  Was es bei der Pflege vn Haaren und Kopfhaut beachten muss, welcher Chemtyp für welches Beschwerdebild geeignet ist und detaillierte Tipps und konkrete Anwendugnsrezepte haben wir in unserem Artikel Rosmarinöl für Haare und Kopfhaut zusammengestellt.

Rosmarin Durchblutung und Massage

Die Inhaltsstoffe des Rosmarins, speziell des ätherischen Rosmarinöls, regen Kreislauf und Durchblutung an. Das macht ätherisches Rosmarinöl zu einem beliebten Zusatz in Massageölen mit unterschiedlichsten Wirkungen. Das ätherische Rosmarinöl sollte stets mit einem neutralen Trägeröl verdünnt werden, um Hautirritationen vorzubeugen. Je nach gewünschter Wirkung und Anwendung sollte der entsprechende Chemotyp des Rosmarinöls gewählt und das Öl zudem mit anderen ätherischen Ölen ergänzt werden, um ein bestmöglichstes Ergebnis zu erzielen.

Ein Massageöl mit Rosmarin findet Anwendung bei Sportmassagen, Entspannungsmassagen, Kopf- und Fußmassagen, kosmetischen Massagen gegen Cellulitis und bei Massagen gegen das Halswirbelsäulensyndrom (HWS). Detaillierte Informationen zu geeigneten Ölmischungen viele Rezepte und Tipps zu Massagepraktiken haben wir in den Artikeln Rosmarin Durchblutung und Massage und Rosmarinöl für Massagen ausführlich beschrieben.

Rosmarinöl und der Blutdruck

Die anregende Wirkung des Rosmarins und des ätherischen Rosmarinöls hat auch Auswirkungen auf den Blutdruck. Bei längerfristig zu niedrigem Blutdruck – einer sogenannten Hypotonie – kann sich die Anwendung von ätherischem Rosmarinöl positiv auswirken. Die unangenehmen Begleiterscheinungen der Hypotonie wie Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche können durch Rosmarin gebessert werden. Beispielsweise kann eine Dusche mit ein paar Tropfen Rosmarinöl im Duschgel den Kreislauf in Schwung bringen und eine Tasse Rosmarintee ist eine gesunde Alternative zum morgendlichen Kaffee. Mehr über die Anwendungsformen und Wirkungsweise von Rosamrin bei niedrigem Blutdruck ist in unserem Artikel Rosmarinöl und Blutdruck aufgeführt.

Wer unter zu hohem Blutdruck (Hypertonie) leidet, sollte übrigens auf die Anwendung von ätherischem Rosmarinöl oder größere Mengen Rosmarintees verzichten. Hier kann sich das Beschwerdebild durch die anregenden Wirkstoffe des ätherischen Rosmarinöls verstärken.

Rosmarin - aromatisch und gesund

Rosmarin – aromatisch und gesund

Rosmarinöl für Leber und Galle

In Naturheilkunde und Aromatherapie ist Rosmarin das Mittel, um regulierend auf Leber und Galle einzuwirken. In der Naturheilkunde geht man davon aus, dass die meisten Formen von Übelkeit und Unwohlsein auch immer etwas mit einer geschwächten Leber zu tun haben. Auch bei Verdauungsbeschwerden aller Art – von Verstopfung über Blähungen und Schmerzen bis hin zu Durchfall – wird die Leber mit einbezogen. Rosmarin lässt mehr Gallenflüssigkeit entstehen und sorgt damit für eine bessere Entleerung der Galle an sich und aus der Galle hinaus in den Zwölffingerdarm. Besonders wirkungsstark ist französischer Rosmarin bei der Entgiftung und bei Schwäche von Leber und Galle.

Alle Details zur Wirkungsweise von Rosmarin in seinen verschiedenen Anwendungsformen, Rezepte für Bauchwickel und andere Anwendungsarten sind im Artikel Rosmarinöl für Leber und Galle ausführlich dargestellt.

Rosmarinöl bei Menstruationsstörungen

Starke Blutungen bei der Menstruation, die auch noch mit stärkeren Bauchschmerzen einhergehen sind unangenehm. Doch auch eine ausbleibende oder zu seltene Regelblutung (Amenorrhoe bzw. Oligomenorrhoe)kann in seelischer und körperlicher Hinsicht belastend sein – besonders wenn diese keine natürliche Ursache wie die Wechseljahre haben und ein Kinderwunsch vorliegt.

Ein bewährtes Mittel gegen Amenorrhoe und Oligomenorrhoe sind das ätherische Rosmarinöl und Rosmarintee. Angewendet bei  Bädern, Massagen oder eben innerlich in der Form von Tee, fördert die durchblutungsfördernde Wirkung des Rosmarins die Menstruation. Die beste Wirkung erzielt hier der spanische Rosmarin. Alle wichtigen Informationen zur Wirkung von Rosmarin bei Menstruationsstörungen und praktische Anwendungsrezepte unter Rosmarinöl bei Menstruationsstörungen.

Hautpflege mit Rosmarinöl

Die durchblutungsfördernde und mild antiseptische Wirkung des Rosmarinöls macht es zu einem perfekten Hautpflegeprodukt, das schon in geringen Mengen pflegt und gegen Pickel, unreine Haut, Cellulitis und Fußpilz eingesetzt werden kann. Am wirksamsten ist in Bezug auf die Haut das aus Nordafrika und teilweise auch aus Spanien stammende Rosmarinöl. Als Dampfbad, Massageöl, Bad oder Tonikum kann Rosmarin zur Hautpflege eingesetzt werden. Mehr zum Thema Rosmarinöl und Hautpflege mit vielen Anwendungstipps im Artikel Rosmarinöl zur Hautpflege.

Rosmarin für Gedächtnis und Konzentration

Im antiken Griechenland war der Kopfschmuck aus Rosmarinzweigen, der von Schülern getragen wurde, nicht nur schöne Zierde. Man war überzeugt, dass Rosmarin das Gedächtnis und die Konzentration positiv beeinflusse. Diese These wird inzwischen von aktuellen Studien untermauert. Insbesondere das im ätherischen Rosmarinöl enthaltene 1,8-Cineol, das wir gut über die Schleimhäute in der Nase aufnehmen können, soll unsere Hirnleistung anregen. Am besten wirkt hier ein Rosmarin ct. Cineol in der Duftlampe. Doch nicht nur, um unsere Leistungsfähigkeit hinsichtlich Schule, Studium oder Arbeit zu unterstützen kann der Duft des ätherischen Rosmarinöls weiter helfen.

Demenz und Alzheimer sind in unserer immer älter werdenden Gesellschaft große Themen. So ist es kein Wunder, dass sich die Forschung immer weiter ausdehnt und auch das ätherische Rosmarinöl ins Auge gefasst hat.

Doch auch unabhängig von Wissenschaft und Forschung werden ätherische Öle wie das Rosmarinöl in der Altenpflege eingesetzt. Sie steigern das Wohlbefinden der Menschen und manchmal rufen die angenehmen Gerüche schöne Erinnerungen wach – sei es aufgrund unbewusster neurologischer Vorgänge oder einfach, weil der Geruch eines ätherischen Öls Verbindungen zu schönen Erinnerungen wie Waldspaziergängen, Weihnachten oder einen leckeren Braten herstellt.

Alles über die Wirkung von Rosmarinöl auf Gedächtnis und Konzentration und die aktuellen Studien zu diesem Thema unter Rosmarin für Gedächtnis und Konzentration.

Rosmarinöl in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sollte man grundsätzlich Vorsicht walten lassen in der Anwendung von ätherischen Ölen, da manche enthaltenen Inhaltsstoffe schädliche Auswirkungen auf das Nervensystem des Embryos haben können. Beim ätherischen Rosmarinöl im Besonderen kommt hinzu, dass seine durchblutungsfördernde Wirkung Blutungen oder Krämpfe bzw. Wehen auslösen kann.

Ist jedoch der Geburtstermin überschritten kann das Rosmarinöl in der Schwangerschaft in Absprache mit dem behandelnden Arzt oder der Hebamme genutzt werden, um Wehen auszulösen oder zu fördern.

Rosmarinöl für die Psyche

Ätherisches Rosmarinöl wirkt nicht nur auf unseren Körper, sondern auch auf die Psyche. Durch die Anwendung von Rosmarin und ätherischem Rosmarinöl wird u.a. die Produktion des Neurotransmitters Noradrenalin angeregt. Dieser hat Einfluss auf unsere Stressanpassung. Er wirkt stimulierend und facht unsere Aufmerksamkeit und Motivation an. Auch die Produktion von Dopamin, dem Glücksbotenstoff, wird durch Rosmarinöl stimuliert. Somit wirkt ätherisches Rosmarinöl auch vielseitig auf unsere Psyche. Bei geistiger Erschöpfung oder Schwäche kann man besonders vom nordafrikanischem Rosmarin (ct. cineol) profitieren.  Ein erfrischendes Bad, eine kurze Inhalation oder eine Duftlampe mit ein paar Tropfen des Rosmarinöls können uns wieder in Schwung bringen.

Seelische und spirituelle Wirkung des Rosmarins

Die Verwendung von Rosmarin für seelische und spirituelle Belange hat eine lange und bewährte Tradition. Bereits vor hunderten von Jahren galt er als starke Schutzpflanze, als Liebespflanze und als Kraut, mit dem man negative Energien bannen kann. Auch heute nutzen spirituell orientierte Menschen Rosmarin zur Kräftigung, zum Lösen von Kreativitätsblockaden und Fernhalten von negativen Energien. Auch in der modernen Magie und im modernen Okkultismus wird er noch häufig benutzt – so um eine Verbindung zu Natur- und Elementarwesen herzustellen.

Mehr Informationen zu den seelischen und spirituellen Wirkungen der verschiedenen Rosmarintypen unter  Rosmarin seelisch und spirituell.

Nebenwirkungen

Auch wenn ätherisches Rosmarinöl für gewöhnlich als gut verträglich gilt, neben all seinen positiven Eigenschaften und Wirkungen kann es auch unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen. Schwangere, Epileptiker und Menschen mit Bluthochdruck sollten ganz auf die Anwendung von ätherischem Rosmarinöl verzichten. Für alle anderen gilt, stets die richtige Dosierung zu beachten und im Zweifelsfall lieber mit einer geringeren Dosis des Rosmarinöls zu beginnen und diese langsam zu steigern um beispielsweise Hautirritationen oder einen plötzlichen Blutdruckabfall zu vermeiden.

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Genaue Angaben zu möglichen Nebenwirkungen und Gegenanzeigen finden sich im Artikel Nebenwirkungen.

Anwendung Rosmarin

Die Vielseitigkeit des Rosmarins macht sich nicht nur in seiner unterschiedlichen Wirkungsweise bemerkbar. Die vielseitige Heilkraft des Rosmarins lässt sich zudem auf vielfältige Weise genießen. Ob als Gewürz, als anregender Tee, harmonisierend als Öl in der Aromatherapie oder auch als Beigabe innerhalb von Pflegeprodukten, wie Duschgel, Shampoo, Cremes und Seifen. Die Anwendungsarten des Rosmarin sind zahlreich und bieten viele Behandlungsmöglichkeiten.

Da Rosmarin sich auch in mitteleuropäischen Küchen längst nicht mehr nur als verstaubtes Trockengewürz im Regal findet, kann er im Speiseöl, als Gewürz oder Tee, als Badezusatz oder Aufguss – am besten frisch aus dem Garten geerntet oder vom Strauch auf der Fensterbank gepflückt –  seine ganze Kraft entfalten. Allerdings sollten auch gerade hier die bei uns nicht heimischen großen Rosmarintypen aus Frankreich, Nordafrika und Spanien zum Einsatz kommen. Sowohl geschmacklich als auch gesundheitlich sind die verschiedenen Profile von jeweils großer Bedeutung. Gerade in der Küche verwendet wirken die verschiedenen Typen in milderer Form und quasi „nebenbei“ auch sehr gut vorbeugend auf die Gesundheit.

Die am weitesten verbreitete Anwendungsart des Rosmarins dürfte noch immer Rosmarin als Gewürz sein. Rosmarin hat hier den Vorteil, dass er aufgrund seines hohen Gehalts an ätherischem Öl auch noch in getrockneter Form sehr aromatisch ist und zudem leicht selber durch trocknen oder einfrieren haltbar gemacht werden kann. Aus gesundheitsfördernder Sicht ist es natürlich besser, Rosmarin direkt frisch vom Strauch zu pflücken, bevor man ihn als Rosmaringewürz oder Rosmarintee nutzt. Durch ein Zerkleinern der Blätter vor der Anwendung kann er sein Aroma und seine Wirkstoffe am besten entfalten.

Nicht nur zum Würzen von Speisen oder zum Aufbrühen von Tee können die Rosmarinnadeln verwendet werden. Auch Aufgüsse z.B. zur Haar- oder Hautpflege kann man aus den frischen oder getrockneten Blättern bereiten.  Und sogar einen Herz- und Kreislauf stärkenden Wein kann man selber mithilfe von Rosmarin ansetzen.

In der Form von Bädern oder als Massageöl kann Rosmarin erheblich zur Entspannung beitragen und gut gegen Stress, nervöse Beschwerden oder Probleme mit dem Bewegungsapparat wirken.

Bei allen Anwendungsformen gilt je nach gewünschter Wirkung auf den Chemotyp bzw. den Herkunftsort zu achten, um durch die verschiedenen Inhaltsstoffe die bestmögliche gesundheitliche Wirkung zu erzielen.

Alle Anwendungsarten und wichtige Rezepte finden sich in den ausführlichen Artikeln unter Anwendung.

rosmarinzweig-©-Diana-Taliun-Fotolia.com

Auf die Mischung kommt es an

Rosmarin allein ist schon ein starkes Heilmittel. In vielen Fällen ist es jedoch ratsam Rosmarin – in welcher Form auch immer – mit anderen Heilkräutern zu ergänzen, um eine gewünschte Wirkung zu verstärken und den bestmöglichen Effekt zu erzielen. Besonders naheliegend ist es hierbei natürlich ein ätherisches Rosmarinöl des für die gewünschte Wirkung richtigen Chemotyps durch weitere ätherische Öle zu ergänzen. Wer beispielsweise ein spanisches Rosmarinöl  zur Muskelentspannung nutzen möchte, ist gut beraten, wenn er dieses durch Lavendelöl, Ingwer, Myrte, Latschenkiefer und gegebenenfalls weitere Öle ergänzt um den bestmöglichen Effekt zu erzielen. Dies kann man aber auch auf das Rosmarinspeiseöl übertragen, dass man zum Erzielen bestimmter Wirkungen oder auch einfach für unterschiedliche Geschmacksrichtungen zum einen durch Rosmarin unterschiedlicher Herkunft und zum anderen durch weitere Kräuter und Gewürze wie Pfeffer oder Knoblauch ergänzen und bereichern kann. Auch bei Tee und Gewürzmischungen kann man von der Beigabe weiterer Kräuter wie Thymian oder Salbei profitieren. Detaillierte Tipps für die richtige Mischung geben wir in unseren Artikeln zu Wirkung und Anwendung.

Rosmarinöl kaufen

Ein großes Thema in Bezug auf die beste gesundheitsfördernde Wirkung des Rosmarinöls ist nicht nur die richtige Mischung. Auch die Qualität des Rosmarins und seines Öls spielt eine wichtige Rolle. Hierfür gilt es beim Kauf sowohl des Speiseöls, des ätherischen Öls und aller anderen Produkte mit Rosmarin auf einiges zu achten, was in den Artikeln unter Kaufen ausführlich beschreiben.

Beim Kauf eines ätherischen Rosmarinöls sollte man sich zunächst darüber im Klaren sein, welchen Chemotyp bzw. Rosmarin aus welcher Region man haben möchte, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Dann sollte man unbedingt auf die genaue Herkunft achten. Zwar wird Rosmarin selten kultiviert und somit stammt das ätherische Öl meist von wildwachsenden Pflanzen, doch geht dies nicht immer mit einer geringen Schadstoffbelastung einher. Es ist ein großer Unterschied, ob der Rosmarin direkt neben einer Autobahn oder einem pestizidbelasteten Acker geerntet wird, oder ob er aus einem Naturpark in unberührter Berglandschaft stammt. Desweiteren kann man beim Kauf auf weitere Angaben und Kennzeichnungen auf Flasche oder Informationszettel wie Chargennummer, Ursprungsland oder Gewinnungsverfahren achten, die wir im Artikel Ätherisches Rosmarinöl kaufen aufgelistet und erklärt haben.

Wenn man Rosmarinöl für die Küche kaufen will, gilt ähnliches. Auch hier ist man am besten mit guter Bioqualität bedient, wobei es besonders darauf zu achten gilt, dass nicht nur das Trägeröl sondern auch die eingelegten Kräuter und Gewürze aus biologischem Anbau stammen.

Geschichte des Rosmarins in Naturheilkunde und Volksmedizin

Zu guter Letzt soll noch einmal die lange Tradition und Erfahrung der Menschheit mit Rosmarin als Heilpflanze betont werden. Denn lange bevor Rosmarin als Küchengewürz entdeckt wurde, erkannte man seine heilende Wirkung und maß ihm große Kraft bei. So fand man Rosmarinzweige als Grabbeilage in ägyptischen Pharaonengräbern. In der Antike galt er als heilige Pflanze und wurde für reinigende und rituelle Räucherungen verwendet. Im alten Griechenland war er der Göttin Aphrodite geweiht. In Spanien galt blühender Rosmarin als Schutz vor bösen Geistern. In französischen Spitälern wurde er im Mittelalter gemeinsam mit Wacholder verbrannt um Ansteckungen vorzubeugen.

Bräute trugen Rosmarin als Zeichen der Treue. Auch bei Shakespeares Hamlet taucht Rosmarin mit dieser Symbolik besetzt auf. Für Thomas Morus war Rosmarin das Kraut der Erinnerung und der Freundschaft. Da bereits früh seine positive Auswirkung auf das Gedächtnis entdeckt wurde, trugen Schüler im alten Rom und in Griechenland Rosmarinkränze.

In unsere nördlicheren Gefilde gelangte Rosmarin im Mittelalter durch Benediktinermönche. Auch hier wurde seine desinfizierende Wirkung bald hoch geschätzt und man glaubte, dass Rosmarin die Lebenden und die Toten vor bösen Geistern schütze. So wurde Rosmarin bei Hochzeiten und bei Beerdigungen eingesetzt.

Nicht nur aufgrund seinesSymbolik und der gesundheitlichen Wirkung wurde Rosmarin geschätzt. Auch sein frischer Duft machte ihn beliebt. Lange Zeit war das „Ungarische Wasser“, bestehend aus Rosmarin und Lavendel, das Parfum. Einer Legende zufolge überreichte ein Einsiedler das Wasser einer Königin und versprach ihr, es würde ihre Schönheit bis zu ihrem Tode bewahren. Rosmarin ist auch heute noch Bestandteil von Duftwässern und Parfums.

Seit dem 13. Jahrhundert wird Rosmarin in Arzneibüchern aufgeführt. In den Aufzeichnungen des Apothekers und Botanikers Tabernaemontanus aus dem 16. Jahrhundert kann man über Rosmarin lesen:

„Rosmarin gehöret in die Küchen / Keller und Apotheken/darum dass alle Speiß und Tranck mit Rosmarin bereitet / lieblich und wol schmecken / auch zu vielen Gebresten dienlich ist. Rosmarin stärcket das Hirn und allerley Sinn / ist gut wider alle kalte Fluß / und Krankheiten des Hirns und der Glieder / als da ist die Fallsucht / Schlaffsucht / Tropff / Lähme / Zittern und Unempfindlichkeit.“ „Rosmarin in Wein und Wasser gesotten / zu morgens früh getruncken / und nach etlichen Tagen in das Bad gangen … heilet die Geelsucht. / Das Öl ist nützlich den Gliedern / die lahm oder verhartet sind.“

Heute sind die zahlreichen positiven Eigenschaften des Rosmarins durch Erfahrungsberichte und teilweise bereits durch Studien bestätigt.




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