Rosmarintee

Tee aus frischem oder getrocknetem Rosmarin 

Rosmarintee

Rosmarintee kann man aus frischen oder aus getrockneten Rosmarinblättern zubereiten. Er wirkt anregend und ist somit eine gesunde Alternative zu Kaffee.

Wirkung von Rosmarintee

Rosmarin enthält auch als Tee ätherische Öle, Rosmarinsäure, Glycolsäure, Saponine, Flavonoide, Bitterstoffe, Harz und Vitamin C.  So ist die Wirkung von Rosmarintee ähnlich vielseitig wie die von Rosmarinöl. Rosmarin in Form von Tee bietet eine sanfte, gut verträgliche und dennoch wirkungsstarke Möglichkeit zur inneren Anwendung des Heilkrauts. Rosmarintee wirkt anregend auf Kreislauf und Stoffwechsel, unterstützt die Magentätigkeit und regt die Blutzufuhr zu den Unterleibsorganen an. Er hilft bei Menstruationsproblemen.  Er regt den Gallefluss an und hilft so Leber und Galle zu entgiften. Auch bei leichten Infekten und Kopfschmerzen kann der Tee Linderung verschaffen. Er wirkt gegen Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Pilzbefall innerer Organe und der Schleimhäute und Harnwegsinfekte. Um die beste gesundheitliche Wirkung zu erzielen, sollte man auch beim Tee  auf die drei wichtigen Haupttypen des Rosmarin aus Spanien, Nordafrika und Frankreich zurückgreifen. Rund um das Mittelmeer gedeiht der Rosmarin höchster Qualität. Abhängig vom genauen Wuchsort bildet der Rosmarin verschiedene Chemotypen mit unterschiedlichen gesundheitlichen Wirkungsschwerpunkten aus. So hilft spanischer Rosmarin am besten gegen Harnwegsinfekte und Menstruationsstörungen, nordafrikanischer Rosmarin bei Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Infekten und Pilzbefall und der französische Rosmarin wird aufgrund seines hohen Verbenongehalts bei Leberstörungen eingesetzt.

Da Rosmarintee stimulierend wirkt ohne Koffein zu enthalten, bietet er eine gesunde Alternative zu Kaffee oder Schwarzem Tee. Risikogruppen wie Epileptiker oder Menschen mit Bluthochdruck sollten eine zu hohe Dosierung von Rosmarintee vermeiden, da er Krämpfe auslösen und den Blutdruck zusätzlich steigern kann. Doch Rosmarintee wirkt nicht nur stimulierend, sondern gleichzeitig ausgleichend bei psychischen Problemen wie Stress und Angstgefühlen, nervöser Depression und nervöser Müdigkeit.

getrockneter Rosmarin

Getrocknete Rosmarinnadeln

Frischer Rosmarin

Frischer Rosmarin

Anwendung von Rosmarintee

Angewendet wird Rosmarintee aufgrund seiner vielseitigen Wirkung bei den Unterschiedlichsten Beschwerdebilder wie Durchblutungsstörungen, Herz- Kreislaufproblemen, zu geringer oder zu seltener Menstruation, Erkältungskrankheiten wie Bronchitis, Sinusitis, Magenreizungen, Verdauungsproblemen und Blähungen und auch zur Förderung von Gedächtnis und Konzentration. Dieser Tee hilft auch nach einer überstandenen Erkältung und bei Erschöpfungszuständen und bei der Stärkung des Immunsystems.

Rosmarintee sollte möglichst frisch zubereitet getrunken werden. Bei akuten Beschwerden kann man morgens und mittags je eine Tasse von einem Viertel Liter lauwarm in kleinen Schlucken genießen. Aufgrund seiner anregenden Wirkung ist davon abzuraten, den Tee auch abends zu trinken. Andernfalls kann es zu Schlafstörungen kommen.

In der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sollte man vom Konsum von Rosmarintee absehen, da er bei hoher Dosierung Wehen fördernd wirken kann. Ist der Geburtstermin jedoch überschritten, kann diese Wirkung sogar erwünscht sein. In Absprache mit Hebamme oder dem Gynäkologen kann der Tee dann als sanftes Mittel zur Wehenförderung  eingesetzt werden.

Abnehmen mit Rosmarin

Rosmarintee ist ein beliebtes Mittel zur Unterstützung bei der Gewichtsreduktion. Zum einen regt Rosmarintee den Stoffwechsel an, zum anderen bremst er lästigen Heißhunger. Es ist jedoch zu beachten, dass der Tee hier nur als Ergänzung dienen kann: zur langfristigen Gewichtsreduktion sind eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung unerlässlich.  Den Rosmarin-Schlankheitstee bereitet man am besten aus gewaschenen frischen Rosmarinnadeln mit einem Viertel Liter Wasser zu. Die Rosmarinnadeln mit dem Wasser kurz aufkochen und anschießend direkt abseihen. Werden die Nadeln vor dem Aufbrühen zerkleinert, geben sie noch mehr wertvolle Inhaltstoffe ab. Getrunken wird die Teezubereitung lauwarm.

Zubereitung

Rosmarintee kann aus frischen oder aus getrockneten Blättern zubereitet werden. Wer Rosmarintee aus direkt vom Strauch im eigenen Garten oder von der Fensterbank geernteten Nadeln kocht, kann sich sicher sein, noch mehr Aromastoffe und wertvolle ätherische Öle in seinem Tee vorzufinden als bei der Version aus getrockneten Blättern. Damit sich Aroma und ätherische Öle am Wirkungsvollsten entfalten, kann man die Rosmarinnadeln – ob getrocknet oder frisch – direkt vor dem Aufgießen noch zerkleinern. Rosmarin ist ein starkes Heilkraut. So genügt ein gestrichener Teelöffel Rosmarinblätter auf einen Viertel Liter Wasser für einen Teeaufguss. Die Rosmarinblätter werden mit heißem Wasser übergossen und zugedeckt. Der Tee kann bis zu 15 Minuten ziehen. Rosmarintee genießt man am besten lauwarm morgens und/oder mittags. Wer den Tee abends trinkt muss mit Einschlafstörungen und Schlafproblemen rechnen.  Wer möchte, kann den herb schmeckenden Rosmarintee mit Honig süßen.

Rosmarintee im Beutel

Rosmarintee ist lose oder in Beuteln erhältlich. Für Eilige, die schnell die gute Wirkung des Rosmarins zwischendurch genießen wollen, ist Beuteltee sicher eine gute Alternative. Doch wer Zeit und Muße hat, sollte die lose Variante oder im besten Fall frische Blätter bevorzugen. Beuteltee enthält für gewöhnlich die bereits zerkleinerten Nadeln, denen mehr Aroma und mehr Inhaltsstoffe und ätherische Öle verloren gegangen sind, als den ganzen getrockneten oder frischen Nadeln, die man kurz vor dem Aufbrühen selbst zerkleinern kann.

Tee aus frischem Rosmarin

Eine sehr gesunde Art Rosmarintee zu genießen, ist die Variante aus frisch geernteten Nadeln. Diese enthalten das beste Aroma und die meisten gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. Frischen Rosmarin erntet man am besten morgens, denn dann ist der Wasseranteil am geringsten und der an ätherischen Ölen am höchsten. Werden die frisch gepflückten Nadeln direkt vor dem Aufbrühen noch zerkleinert, können die ätherischen Öle am besten in den Teeaufguss gelangen.

Rosmarintee kaufen

Für Rosmarintee gilt wie für ätherisches Rosmarinöl und Rosmaringewürz, dass man beim Kauf auf Bioqualität achten sollte. Zwar wird Rosmarin gewöhnlich aus Wildbeständen geerntet, doch je nach genauem Wuchsort, kann die Qualität dennoch variieren. Nur bei einem Tee der möglichst frei von Rückständen und schädlichen Umwelteinflüssen ist, kann man sicher sein, keine unerwünschten Chemikalien mit aufzubrühen und die bestmögliche Wirkung für die Gesundheit zu erzielen.

AnwendungsgebietRezeptAnwendung
  • Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens
  • Verdauungsbeschwerden
  • nervöse Beschwerden
  • Probleme mit Leber und Galle
  • Menstruationsbeschwerden
  • Stärkung der Immunabwehr

Basisrezept Rosmarintee:

Dreiermischung aus gleichen Teilen von spanischen, französischen und nordafrikanischen Rosmarinnadeln.

1 gehäuften Teelöffel der Mischung mit  einem Viertel Liter kochendem Wasser überbrühen und zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen.

Wer jede Woche ein bis zwei Mal eine Tasse dieses belebenden Kräutertees trinkt, kann langfristig eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden bemerken.

Achtung: Aufgrund der belebenden Wirkung nicht abends trinken, um Einschlafstörungen zu vermeiden.

  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

1 gehäufter Teelöffel Rosmarin (am besten nordafrikanischen Rosmarin), getrocknete oder frische Nadeln ein wenig zerkleinern, damit sich die Inhaltsstoffe im Wasser besser lösen können und mit einem Viertel Liter kochendem Wasser überbrühen und abgedeckt 15 Minuten ziehen lassen.

Nach Bedarf ein bis zwei Mal täglich zubereiten und trinken.

Achtung: Aufgrund der anregenden Wirkung nicht am Abend trinken, um Einschlafstörungen zu vermeiden.

  • Erkältung
  • Atemwegsinfekte

1 Teil Rosmarin (am Besten nordafrikanischen Rosmarin), 1 Teil Thymian, 1 Teil Salbei gut vermischen. Es können frische oder getrocknete Kräuter verwendet werden.

1 gehäuften Teelöffel der Mischung mit  einem Viertel Liter kochendem Wasser überbrühen und zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen.

 Bei einer akuten Erkältung können vier Tassen täglich getrunken werden. Zur Vorbeugung von Infekten, eine Tasse am Tag. (Zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten empfiehlt es sich, die Kräutermischung alle zehn Tage zu wechseln, um den besten Effekt zu erzielen.)

Achtung: Aufgrund der belebenden Wirkung nicht abends trinken, um Einschlafstörungen zu vermeiden.

  • Leber und Galle

2 Teile Löwenzahntee (am besten aus Blättern UND Wurzeln), 1 Teil Rosmarin (am besten französischen Rosmarin)

2 Teelöffel der Mischung mit einem Viertel Liter kaltem Wasser über Nacht ansetzen und am nächsten Tag kurz aufkochen.

 Zur Entgiftung den Tee über drei bis vier Wochen, ein bis zwei Mal täglich trinken.

Achtung: Aufgrund der anregenden Wirkung nicht am Abend trinken, um Einschlafstörungen zu vermeiden.

  • Menstruationsstörungen (ausbleibende Menstruation)

Zu gleichen Teilen Rosmarin (am besten spanischen Rosmarin), Schafgarbe und Ringelblumen

1 Teelöffel der Mischung mit 150ml Wasser überbrühen und mindestens 10 Minuten ziehen lassen.

 Morgens und mittags eine Tasse trinken.

Achtung: Aufgrund der anregenden Wirkung nicht am Abend trinken, um Einschlafstörungen zu vermeiden.

  • Menstruationsstörungen (zu seltene Menstruation)

Zu gleichen Teilen Rosmarin (am besten spanischen Rosmarin), Akazienblätter und Pfefferminze

1 Teelöffel der Mischung mit 150ml Wasser überbrühen und mindestens 10 Minuten ziehen lassen.

Bei Bedarf drei Tassen täglich.

Achtung: Aufgrund der anregenden Wirkung nicht am Abend trinken, um Einschlafstörungen zu vermeiden.

  • Harnwegsinfekt

Zu gleichen Teilen Rosmarin (am besten spanischen Rosmarin), Salbei und Bärentraube

1 Teelöffel der Mischung mit 150 ml kochendem Waser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Eine Woche lang 2 bis 3 mal täglich eine Tasse trinken.

Achtung: Bei zu hoher Dosierung kann Tee mit Beerentraubenblättern zu Magenproblemen und Übelkeit führen. Daher den Tee höchstens eine Woche lang anwenden.

Aufgrund der anregenden Wirkung nicht am Abend trinken, um Einschlafstörungen zu vermeiden.




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