Rosmarinöl Inhaltsstoffe

Wirkstoffe Rosmarin 

Rosmarinöl Inhaltsstoffe

Wichtigste Inhaltsstoffe von hochwertigem Rosmarinöl: Eine Tabelle der Monoterpene, Oxide, Monoterpenole etc. des ätherischen Rosmarinöls auf einen Blick.

Inhaltsstoffe Rosmarinöl

Die Rosmarinpflanze besteht bis zu 2,5% aus ätherischem Öl. Dieses ätherische Öl, das durch Wasserdampfdestillation gewonnen werden kann, enthält wiederum viele wertvolle Inhaltsstoffe. Je nach Wuchsort der Rosmarinpflanze und abhängig von dem sie umgebenden Klima kann die chemische Zusammensetzung des ätherischen Rosmarinöls variieren. Es bilden sich die drei unterschiedlichen Chemotypen Rosmarin Cineol, Rosmarin Borneon und Rosmarin Verbenon aus. Der Cineol-Typ wächst vornehmlich in Marokko und Tunesien, der Borneon-Typ in Spanien und der Verbenon-Typ kommt besonders häufig in Frankreich und auf Korsika vor. Im Folgenden haben wir die einzelnen Inhaltstoffe der drei Chemotypen tabellarisch aufgeschlüsselt.

Inhaltsstofftabelle

                                            Menge in %*von bis

Inhaltsstoff

Marokko, Tunesien

Cineol-Typ

Spanien

Borneon-Typ (Campher)

Frankreich/Korsika

Verbenon-Typ

Monoterpene 

α-Pinen

Camphen

β-Pinen

β-Myrcen

Limonen

p-Cymen

7,2-14,0

2,5-6,5

4,0-9,0

1,0-2,0

1,5-4,0

0,8-2,5

18,0-26,0

8,0-15,04

2,0-6,0

1,5-5,0

2,5-10,62

1,0-2,2

18,0-44,0

5,0-9,5

0,5-3,0

1,0-3,0

3,5-4,5

1,0-3,0

Monoterpen-Oxide

1,8 Cineol

38,0-55

10,67-25,0

2,0-10,0

Monoterpenole

α-Terpineol

Linalool

Geraniol

Borneol

1,0-2,6

0,4-1,0

nn

1,5-5,0

1,0-3,5

0,7-1,2

nn

2,0-4,5

0,8-1,2

1,5-4,0

0,5-3,0

4,0-9,0

Ketone

Borneon (Campher)

Verbenon

5,0-15,0

max. 0,4

13,0-21,0

0,7-2,5

1,5-11,5

3,0-10,5

Monoterpen-Ester

Bornylacetat

0,1-1,5

0,5-2,5

8,5-17,0

(Tabelle nach Steflitsch, Wolz, Buchbauer (Hrsg.): Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis. Stadelmann Verlag)

*Ätherisches Rosmarinöl ist ein Naturprodukt. So variiert sein prozentualer Anteil der Inhaltsstoffe, seine Eigenschaften und Aromen abhängig von der Qualität, Region, dem Klima, der Bodenbeschaffenheit, Höhenlage, Sonneneinstrahlung usw. recht deutlich.

Wirkung der unterschiedlichen Inhaltsstoffe

Grundsätzlich ist die besondere Wirkung des ätherischen Rosmarinöls Anteil und Zusammensetzung der einzelnen Inhaltsstoffe zu verdanken. Darüber hinaus entscheidet auch die Qualität des Rosmarinöls über die Wirkung. Ein Öl, das von schadstoffbelasteten Pflanzen stammt, ist weniger Effektiv, da die schädlichen Inhaltsstoffe die gesundheitsfördernde Wirkung des Öls im schlechtesten Fall wieder aufhebt. So sollte man darauf achten, ein Öl von guter Bioqualität zu verwenden.

Wie die obige Tabelle anschaulich darstellt, variieren die Inhaltsstoffe zum einen natürlich von Chemotyp zu Chemotyp, zum anderen sind auch größere Schwankungen in Bezug auf einzelne Inhaltsstoffe innerhalb ein und desselben Chemotyps zu bemerken. Die Grenzen sind hier in der Praxis manchmal schwer zu setzen. Grundsätzlich lässt sich jedoch feststellen, dass der Chemotyp Cineol sich mit seinen Werten das Monoterpen-Oxid 1,8-Cineol betreffend, recht deutlich von den anderen beiden Chemotypen abgrenzt. 1,8-Cineol wirkt schleimlösend in der Lunge und in den Nasennebenhöhlen und ist bakterizid. Darüber hinaus kann es bestimmte Neurotransmitter hemmen, die für eine Verengung der Bronchien sorgen. So wird Cineol auch Asthmatikern verabreicht. Dies sollte jedoch nur unter ärztlicher Kontrolle geschehen.

Rosmarin Borneon ist nicht nur reich an seinem namengebenden Bestandteil Borneon – besser bekannt als Campher – sondern enthält auch auffallend viele Monoterpene wie α-Pinen und Camphen. Campher wirkt auf unser zentrales Nervensystem, und auf das Atemzentrum. Er gilt als durchblutungsfördernd und schleimlösend. Monoterpene gelten als antiviral bzw. antiseptisch. Terpene sind zudem grundsätzlich ein Hauptbestandteil von ätherischen Ölen und für ihre heilende Wirkung bekannt. So wird zum Beispiel auch ihre Wirkung bei Krebserkrankungen erforscht.

Rosmarin ct. verbenon verdankt seinen Namen dem Monoterpen-Keton Verbenon, das ansonsten hauptsächlich in der Zitronenverbene vorkommt, von der es seinen Namen hat. Ketone wie das Verbenon wirken anregend auf Zell- und Gewebewachstum und sind stark schleimlösend. Doch sie können auch leicht die Blut-Hirnschranke überwinden. Durch die neurotoxische Wirkung ist bei Ölen mit hohem Ketongehalt besonders für Epileptiker Vorsicht geboten.

Im Folgenden eine kurze Übersicht über die wichtigsten Indikationen der drei Chemotypen des ätherischen Rosmarinöls aus naturheilkundlicher Sicht:

Spanischer Rosmarin

(Chemotyp Borneon/Campher)

Nordafrikanischer Rosmarin

(Chemotyp Cineol)

Französischer Rosmarin

(Chemotyp Verbenon)

  • Abzesse
  • Akne
  • Amenorrhoe
  • Cellulite
  • Fettige Haut
  • Haarausfall
  • Halswirbelschmerzen, HWS, Schulterschmerzen
  • Harnwegsinfekte
  • Hypotonie
  • Juckende Kopfhaut
  • Muskelfaserriss
  • Muskelkater
  • Muskelkrämpfe
  • Muskelschmerzen
  • Muskelverspannungen
  • Muskelverkürzungen
  • Oligomenorrhoe
  • Prellungen, Verstauchungen, Sportverletzungen
  • Sehnenentzündungen, Sehnenschmerzen, Tennisarm
  • Spastiken
  • Stärkung des Immunsystems
  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Antriebslosigkeit
  • Bronchitis
  • Durchblutungsstörungen
  • Erkältungskrankheiten
  • Geistige Erschöpfung
  • Haarpflege, schnell fettendes Haar
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Nervöse Depression
  • Nervöse Müdigkeit
  • Otitis
  • Pilzerkrankungen
  • Seelische Ängste
  • Sinusitis
  • Wundheilung
  • Blähungen
  • Galleninsuffizienz
  • Leber- und Gallenblasenentzündung
  • Leberschwäche
  • Magenreizung
  • Migränekopfschmerz
  • Nervöser Magen
  • Verdauungsstörungen
  • Antriebslosigkeit
  • Bronchitis
  • Durchblutungsstörungen
  • Erkältungskrankheiten
  • Geistige Erschöpfung
  • Haarpflege, schnell fettendes Haar
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Nervöse Depression
  • Nervöse Müdigkeit
  • Otitis
  • Pilzerkrankungen
  • Seelische Ängste
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  • Galleninsuffizienz
  • Leber- und Gallenblasenentzündung
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  • Nervöser Magen
  • Verdauungsstörungen



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